Empfehlenswerte Bücher zu den Themen:

Diese Seiten werden von mir ständig erweitert!

Gute Adressen für den Bezug von Marine- und Modellbau-Literatur sind:

-  die Fachbuchhandlung Christian Schmidt in München www.christian-schmidt.com ,

- der Versandhandel MODUNI in Hamburg www.moduni.de

Für den Kauf älterer, heute nicht mehr erhältlicher Bücher kann ich dringend die Webseite www.zvab.com empfehlen. Hier sind hunderte Antiquariate im In- und Ausland zu einem Anbieter zusammengefaßt. Man sucht das Buch nach Titel oder Autor und wählt dann aus den Angeboten (unterschiedliche Preise!) aus.

Ich stelle hier nur Bücher vor, welche wegen ihrer besonders guten Illustrationen (Pläne, Skizzen, Zeichnungen und Fotos) für Schiffsmodellbauer von höchstem Interesse sind. Auch die Tatsache, daß viele der hier vorgestellten Bücher nicht deutsch verfasst sind, tut der Sache keinen Abbruch. Die Sprache der Zeichnung ist ja international. Weitere interessante Bücher finden Sie auf den folgenden Seiten 1, 2, 3,

Schiffsmodellbau / ship model building:

 "Das Modell der Brigg IRENE", E.W.Petrejus, ISBN 3-7688-0624-3, 1988, 22 x 30 cm, 287 Seiten, 573 meist sehr gute Abbildungen und Zeichnungen! "Pflichtlektüre" für jeden, der sich mit dem Modellbau von kleinen Segelschiffen der Zeit um 1840 beschäftigt. Dieses Buch war mir übrigens beim Bau meines 1:50-Modells der englischen Kriegsbrigg von 1840 (IRENE) die größte Hilfe!

"Rundhölzer, Tauwerk und Segel", Klaus Schrage, ISBN 3-7822-0451-4, 1989, 22 x 31 cm, über 450 klare Zeichnungen, Tabellen, einige schöne Fotos, ein sehr wichtiges Buch für den Schiffsmodellbau etwa Ende des 18. Jahrhunderts.

"Bemastung und Takelung der Schiffe", Friedrich Ludwig Middendorf, Reprint der Ausgabe von 1903, 28 x 20 cm, 400 Seiten, unzählige gute Zeichnungen. "Der Middendorf" ist die "Bibel" für alle Modellbauer, die sich mit dem Bau der modernen Großsegler (und Dampfer mit Hilfsbesegelung!) der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert befassen. Nach den theoretischen Grundlagen der Rumpf-Berechnungen befaßt sich das Buch ausführlich mit den Elementen der Takelagen, deren Ausführungen und Dimensionierungen.

"BOAT PLANS AT MYSTIC SEAPORT", Anne and Maynard Bray, ISBN 0-913372-86-2, 2000, 22 x 28 cm, 207 Seiten, unzählige, verkleinerte Originalpläne von Sport-Motorbooten, Segeljachten usw. aus der Zeit um 1900, oft mit Linienrissen.

"The Young Sea Officer´s Sheet Anchor", Darcy Lever, ISBN 0-486-40220-7, Reprint der Ausgabe von 1819, 21 x 28 cm, 126 Seiten, fast 600 Zeichnungen, alte Seemannschaft.

"Working Boats of Britain", Eric McKee, ISBN0-85177-277-3, 1983, 22 x 29 cm, 256 Seiten, unzählige schöne, auch perspektivische Zeichnungen vom englischen Bootsbau, Tabellen.

"The Masting and Rigging of english Ships of War", James Lees, ISBN 0-85177-290-0, 1979, 26 x 30 cm, 212 Seiten, viele schöne Fotos und Zeichnungen. Das Buch behandelt die Ausführungen der Takelagen der englischen Segel-Kriegsschiffe aus der Zeit 1625 - 1860.

"Sailing Man of War 1650 - 1850", Peter Goodwin, ISBN 0-85177-326-5, 1987, 26 x 30 cm, 276 Seiten, viele Zeichnungen, einige Detailfotos von Original-Schiffen. Als Ergänzung zum vorherigen Buch wird hier nur der Rumpfbau behandelt!

"Schoner in Nord und Süd", Karl Heinz Marquardt, ISBN 3-356-00253-8, 1989, 17 x 25 cm, 296 Seiten. Eines der besten Bücher aus der "Blauen Reihe" des DDR-Hinstorff Verlages. Viele gute Zeichnungen in Marquardt-Qualität, Fotos, Planbeilagen für den Modellnachbau von zwei kleinen Schonern.

"Architectura Navalis Mercatoria", Fredrik Henrik af Chapman, Reprint von 1768, 25 x 35 cm, 102 Seiten. Das Buch, die "Bibel der Schiffsmodellbauer", behandelt die Rümpfe historischer Segelschiffe unterschiedlichster Größen. Auf Ausfaltplänen wird die Rumpfbau-Architektur mit ihren schönen Zierelementen gezeigt. Für den Modellbau der Takelagen müssen andere Bücher herangezogen werden.

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Marine und Kampfschiffe / navys and warships:

 "M.A.S. E MEZZI D´ ASSALTO DI SUPERFICIE ITALIANI", Erminio Bagnasco, 1996, 26 x 29 cm, 437 Seiten, diverse sehr gute Fotos und Zeichnungen, Ausfaltpläne! Die Entwicklung der italienischen TS-Boote bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

"Escorteurs d´Escadre", Robert Dumas/Jean Moulin, ISBN 2-909675-29-7. 1997, 22 x 28 cm, 280 Seiten. Die Entwicklung aller Boote der französischen SURCOUF-Klasse wird ausführlich und mit unzähligen klaren Fotos dargestellt.

"IOWA CLASS BATTLESHIPS", Robert F. Sumrall, ISBN 0-87021-298-2, 1988, 26 x 30 cm, 192 Seiten, wichtigstes, der vielen Bücher über die vier Schiffe der IOWA-Klasse.

"Les fregates Suffren et Duquesne", Jean Moulin, ISBN 2-909675-43-2, 1998, 22 x 28 cm, 120 Seiten. Die beiden Zerstörer der französischen SUFFREN-Klasse werden ausführlich vorgestellt, viele gute (auch Detail-)Fotos.

"Die deutschen Schnellboote 1914 - 1945", Harald Fock, ISBN 3-7822-0802-1, 2001, 22 x 28 cm, 159 Seiten. Die Entwicklung der deutschen Schnellboot-Waffe wird ausführlich behandelt, Pläne, auch auf Ausfaltseiten.

"Schnellboote", Harald Fock, ISBN 3-7822-0296-1, 1986, 22 x 28 cm, 208 Seiten. Band 4 der vierbändigen Serie des Autors über die Entwicklung der Schnellboote von den Anfängen bis 1974, zahlreiche verkleinerte Originalpläne und Fotos.

"Warships of the USSR and Russia 1945 - 1995", A. S. Pavlov, ISBN 1-55750-671-X, 1997, 22 x 29 cm, 321 Seiten. Der "Pavlov", in den U.S.A. erschienen,  bringt eine sehr gute Gesamtdarstellung der Kampfschiffe der sowjetischen und nun russischen Seekriegsflotte, bisher unbekanntes Datenmaterial!

"The heavy Cruiser TAKAO", Janusz Skulski, ISBN 0-85177-628-0, 1994, 26 x 25 cm, 256 Seiten. Eines der besten Bücher der Conway-Serie "Anatomy of the Ship", Planbuch mit Hunderten von sehr guten Zeichnungen, die aber leider in sehr unterschiedlichen, "krummen" Maßstäben gedruckt wurden. Man muß für den Modellnachbau jede Zeichnung umrechnen. Mit den meist vorhandenen Maßangaben in Originalmaßen ist das jedoch problemlos möglich.

"The Battleship FUSO", Janusz Skulski, ISBN 0-85177-665-5, 1998, 26 x 25 cm, 256 Seiten. Gleich gut wie das obenstehende Buch! Auch hier stimmen die gedruckten Maßstabsangaben in keinem Fall!

"The first Destroyers", David Lyon, ISBN 1-86176-005-1, 1996, 25 x 30 cm, 128 Seiten. Entwicklungsgeschichte der ersten englischen Zerstörer, zahlreiche Fotos, verkleinerte Abbildung von Blaupausen, Planbeilage des Zerstörers VELOX von 1904.

"Corvettes of the Royal Canadian Navy 1939 -  1945", Ken Macpherson/Marc Milner, ISBN 0-920277-82-7, 1993, 22 x 29 cm, 174 Seiten. Vorstellung der kanadischen Bauten der WWII-Korvetten der FLOWER-Klasse, zahlreiche Fotos, Planbeilagen.

"U.S. Small Combatants", Norman Friedman, ISBN 0-87021-713-5, 1987, 22 x 28 cm, 529 Seiten. Gesamtdarstellung der kleineren US-amerikanischen Kampfschiffe, zahlreiche Fotos, Zeichnungen und Pläne.

"U.S. Destroyers", Norman Friedman, ISBN 0-87021-733-X, 1982, 22 x 28 cm, 489 Seiten. Ausführlichste Darstellung der Entwicklung der US-Zerstörer von den "Vierschornsteinern" bis zur SPRUANCE-Klasse, zahlreiche Fotos, leider nur (gute!) Seitenansichten der einzelnen Klassen!

"SUMNER-GEARING-class destroyers", Robert F. Sumrall, ISBN 0-85177-657-4, 1995, 22 x 29 cm, 289 Seiten. Ein herrliches Porträt der beiden "benachbarten" US-Zerstörer-Klassen SUMNER und GEARING, eines meiner besten Bücher! Derartige Bücher wünschte man sich von vielen wichtigen Schiffen, zahlreiche Fotos, Grafiken und Zeichnungen. Thank you, Mr. Sumrall!

"Allied Coastal Forces of World War II" Vol. I, John Lampert/Al Ross, ISBN 0-85177-519-5, 1990, 26 x 30 cm, 256 Seiten. Technische Darstellung der englischen "Fairmile"-Schnellboote, der 72-Fuß-Patrouillenboote und der 110-Fuß-U-Jäger der SC497-Klasse, zahlreiche Fotos, sehr gute Pläne und Zeichnungen, Details, Tabellen.

"Allied Coastal Forces of World War II"  Vol. II, John Lambert/Al Ross, ISBN 0-85177-602-7, 1993, 26 x 30 cm, 256 Seiten. Die Vosper MTB´s und die Elco-Boote, gleich gut wie das vorherige Buch!

"British Destroyers", Edgar J. March, 1966, 23 x 29 cm, 540 Seiten. Der "March" ist das unerreicht beste Buch über die englischen Zerstörer, zahlreiche Ausfaltblätter mit Plänen (1), gute Fotos.

"Kampfsysteme der U.S.Navy", Stefan Terzibaschitsch, ISBN 3-7822-0806-4, 2001, 22 x 30 cm, 272 Seiten. Gute Gesamtdarstellung der US-Marine-Waffensysteme (Waffen, Elektronik, Radar usw.), Fotos, Zeichnungen.

Metallbearbeitung / metal working:

 "Der Uhrmacher an der Drehbank", Hans Jendritzki/Michael Stern, 2003, bestellbar über www.info-uhren.de , 21 x 30 cm, 111 Seiten, div. gute Zeichnungen und Fotos! Das Buch sollte jeder haben, der sich mit dem Drehen von kleinsten Modellteilen befaßt.

 "Besseres Drehen und Fräsen", Frank Arbeiter, ISBN 3-7883-1110-X, 1994, 17 x 24 cm, 160 Seiten, 68 Abb. und Fotos

 "Drehen und Fräsen", Frank Arbeiter, ISBN 3-7883-0676-9, 2001, 17 x 24 cm, 196 Seiten, div. klare Fotos und Zeichnungen, Planbeilage für einen Heißluftmotor.

 "Uhrenbau - Ein Werkbuch", Peter Held, ISBN 978-3-941539-22-8, 21 x 30 cm, 222 Seiten, 273 Fotos, 121 teils ganzseitige Zeichnungen und Explosionsdarstellungen, 32 Tabellen, ausführliche Anleitung für den Bau einer gewichtsbetriebenen Pendeluhr, das Buch ist sehr zu empfehlen!

Meine Buchbesprechung:

Uhrenbau – Ein Werkbuch

Peter Held hat als vorgebildeter Laie eine schöne, gewichtsbetriebene Pendeluhr gebaut und darüber ein ausführliches Buch geschrieben. Für den Bau selbst hat er hauptsächlich die WABECO-Drehmaschine (D6000E) seiner Modellbauwerkstatt genutzt, diese allerdings vorher mit zahlreichen Zusatzvorrichtungen zu einer echten Universal-Werkzeugmaschine aufgerüstet. Deshalb ist auf den ersten 78 Seiten der präzise Bau dieser Teile (Fräseinrichtung, Teilapparat, Direktteileinrichtung mit Teilscheiben, Rasteinrichtung, Längsanschlag, Schnellspannfutter, Hohlspindelanschlag, Handkurbel, Feilrolle und Wellenrichtvorrichtung) ausführlich dargestellt. Ohne sie geht es nicht, will man die Uhr nach den konkreten Plänen im Buch funktionstüchtig bauen. Selbst, wenn man die Uhr nicht bauen will, sind die Vorrichtungen für jede Art von Modellbau ein Leben lang zu nutzen.

Auf den nächsten Seiten werden, auf das Wesentliche beschränkt, die konstruktiven Grundlagen einer Pendeluhr und ihre Funktion, die zur Anwendung kommenden Verzahnungsarten und das „Herz“ der Uhr, die Hemmung, erklärt und wie bei Peter Held üblich, mit klaren Zeichnungen (bei denen die Zeichenregeln stets eingehalten werden) ergänzt. Der Autor nimmt dem Leser, welcher allerdings kein absoluter Neuling auf dem Gebiet der mechanischen Metallbearbeitung im Hobbybereich sein darf, die anfängliche Furcht vor diesem „Neuland“, das man sich allgemein als sehr kompliziert vorstellt. Die zu bauende Uhr wird als Großuhr bezeichnet, ihre Einzelteile, auch die kleineren, sind „handlich“, die Montage der Uhr relativ einfach.

Der Großteil des Buches befasst sich mit dem Bau der Uhrenteile, angefangen beim Platinen-Gestell bis zum Uhrengehäuse. Detailliert werden alle Arbeitsgänge, unterstützt durch verständliche Zeichnungen und klare Fotos, besprochen. Oft werden gangbare Alternativen aufgezeigt und selbst auf vermeintliche Kleinigkeiten wird hingewiesen. Für den Bau benötigt man eine gut ausgerüstete Werkstatt mit allen gängigen Werkzeugen, wie sie bei vielen Modellbauern heute bereits vorhanden ist, den unbedingten Willen zur Präzisionsarbeit und die Fähigkeit, HSS-Werkzeuge von Hand zu schleifen. Wer die Uhrenteile nur mit Wendeplättchen herstellen will, kann die Uhr nicht bauen. Die vorgeschlagenen Teile-Technologien müssen auf den Punkt genau eingehalten werden. Immer werden Präzisionsschwerpunkte genannt, doch man bekommt auch gesagt, worauf es weniger ankommt. Bei der Herstellung der Teile werden teils verblüffende Tricks angewendet. Ich habe viel aus dem Buch gelernt und will in Zukunft etliche Techniken bei meiner eigenen Modellbau-Arbeit anwenden. Besondere Materialien sind nicht nötig, man kann sie bei den gängigen Händlern bestellen. Die Wärmebehandlung weniger Teile aus dem wichtigen Silberstahl wird auch bei kniffligen Teilen besprochen. Die Herstellung der Zahnräder ist mit den zuvor gebauten Teilgeräten auf der Drehmaschine recht einfach und auch dringend so zu empfehlen, weil nur so der allerbeste Rundlauf erreicht wird. Der Wille des Autors war es, nach alter englischer Uhrmachermanier ausschließlich alle Teile der Uhr auf der Drehmaschine herzustellen. Für den sinnvollen Bau der erwähnten Zusatzvorrichtungen erscheint jedoch die Anwendung einer Tisch-Fräsmaschine ratsam zu sein.

Auf den letzten 34 Seiten finden wir ganzseitige Tafeln mit den bemaßten Einzelteilzeichnungen, weitere sind in die Textseiten eingestreut. Ein Verzeichnis weiterführender Literatur und über Bezugsquellen helfen zusätzlich.

Ich zitiere aus dem Buch: „Die Aussage, nur mit einer präzisen Maschine könne auch präzise gearbeitet werden, trifft indes nicht zu. Die Möglichkeit, mit unpräzisen Maschinen präzisere Maschinen fertigen zu können, ist die Grundvoraussetzung für den technischen Fortschritt, der vor langer Zeit damit begann, mit einfachen Steinen spezielle Steine herzustellen.“

Peter Held hat mit dem Buch ein Werk geschaffen, welches in seiner gesamten Qualität und Ausführlichkeit kaum noch steigerungsfähig ist. Ich wünsche mir in dieser Form weitere schöne Arbeiten von ihm.

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