Englische Kriegsbrigg um 1840

english brig of war around 1840

Dieses Modell einer englischen Kriegsbrigg aus der Zeit um 1840 entstand nach einem 1:48-Plan-Set des bekannten englischen Modellplan-Zeichners Harold A. Underhill. Das Foto, welches mir freundlicherweise der Marinemaler Olaf Rahardt zur Verfügung gestellt hat, zeigt ein ähnliches Schiff:

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War in der Vergangenheit mein wichtigstes Modellbau-Material Messing (Schrotthändler!), so habe ich mich bei diesem Modell an das Holz herangewagt. Fast alle sichtbaren Holz-Teile wurden aus Birnbaum angefertigt, nach dem scharfkantigen Bearbeiten (auch fräsen) in Faserrichtung mit feinem Schmirgelleinen geglättet und danach die Oberfläche mit einem Anstrich Nitro-Mattine geschlossen. Eben habe ich das Wort "sichtbar" hervorgehoben. Alle Holzteile, die beim Original zwar aus Holz sind (Gaffel, Großbaum, alle Rahen), aber einen schwarzen Anstrich haben, habe ich beim Modellnachbau aus Messing gedreht und nach der Anbringung aller Details daran, schwarz gespritzt!

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 Für die Darstellung der Unterwasser-Beplattung mit Kupferblechen habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: Auf den glatt geschliffenen Modellrumpf wurden jeweils, 1 mm überlappend, kurze Streifen von TESA-Packband geklebt und das Ganze zum Schluß mit kupferfarbenen Lack gestrichen. Das Aussehen dieser Imitation gefällt mir viel besser, als man es sonst sieht, wenn Modellbauer versuchen, Stücke von Kupferfolie am Modellrumpf zu befestigen:

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Die beste Hilfe beim Bau meines Brigg-Modells, vor allem bei der Errichtung der nicht ganz einfachen, aber systematischen Takelage, war mir das Buch von E. W. Petrejus "Das Modell der Brigg IRENE", ISBN 3-7688-0624-3, DELIUS KLASING-Verlag, 1988. Im Buch wird der Bau einer ähnlichen Brigg sehr gut illustriert beschrieben.

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Draufsicht auf das Modelldeck, noch im Bauzustand. Die Kanonen sind mit Richttaljen "aufgetakelt", die Kanonenkugeln liegen griffbereit in Kugelracks.

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Am Heck hängt die 27-Fuß-Jolle (Kapitänsboot) seefest gezurrt. Von diesem und vom 24-Fuß-Kutter können Sie eine Schiffsdetail-Zeichnung erwerben.

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Der 24-Fuß-Kutter ist auf den Ersatzspieren gezurrt. Darunter liegt kieloben das kleine, ebenfalls geklinkerte Beiboot mit schwarzem Anstrich. Weil man am Modell nicht sehen muß, daß es im Original aus Holz gebaut wurde, habe ich es aus Messingblechstreifen über einen Holzklotz "geklinkert". In den Finkennetzhalterungen auf dem Schanzkleid stecken tagsüber die zusammengelegten Hängematten (als Splitterschutz). Auf dem Foto ist das Modell noch nicht ganz fertig!

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Alle drei Beiboote in einer besonderen Ausstellungsvitrine. Das mittlere Boot, die 27-Fuß-Jolle, ist auch als 1:50-Modell diagonalkrawel geplankt - mit Streifen von 0,5-mm-Birnbaumfurnier.

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Der 24-Fuß-Kutter wird über einen gewachsen Formklotz geklinkert. Mit Gummis und teils mit zwischengeklemmtem Holzkltzchen wird die jeweilige Planke bis zum Trocknen des Klebers gegen die vorherige Planke und gegen den Formklotz gepreßt. Am Heck ragen die Planken vorerst über, werden später für den Spiegel bündig geschnitten und der Spiegel angesetzt. Die Plankengänge sind am Formklotz aufgezeichnet.

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Der Innenausbau der Rumpfschale für die 27-Fuß-Jolle hat begonnen. Damit sich die Schale dabei nicht nach außen aufweiten kann, steckt sie in einem Rahmen. Die eingebogenen Spanten sind schon eingesetzt und ihre oben überstehenden Enden abgekürzt.

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Heckansicht des Kutters. Man erkennt, das die gestufte Klinkerung zum Spiegel zu in einen geradlinigen Spiegelumriß ausläuft! Das ist bei geklinkerten Booten meistens so.

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Der Kutter innen komplett ausgebaut. Die schwarzen Riemendollen sind aus Messing gebaut. Auf den Duchten sind die Riemen und die Rundhölzer der Takelage gezurrt.

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Das Modell im Bauzustand. Bei einem Segelschiffsmodell müssen ausnahmslos alle Details an Deck fertig gebaut sein, bevor man mit der Errichtung der Takelage beginnen kann.

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Das Brigg-Modell habe ich in MODELLWERFT Heft 5/1999 vorgestellt.

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Auf der nächsten Seite finden Sie weitere Detail-Fotos vom fertigen Modell!

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