Nehmen Sie mit meinen Foto-Reports am Modellbau des 1:50-Zerstörer-Modells teil.

USS CASSIN YOUNG (FLETCHER-Klasse)

(von 1943)

FLETCHER-Modell - bisher fertige Teile des Modells

Ich zeige hier Fotoserien mit kurzen Texten, bei denen Sie den Bau von unterschiedlichen Teilen und Details verfolgen können. Bei den Texten fasse ich mich sehr kurz, weil ich die meisten Arbeitstechniken (drehen, fräsen, löten usw.) bereits von meinen Büchern als bekannt voraussetze. Übrigens steht der Besuch dieser Seite durch die Surfer hinter der sog. Startseite an 2. Stelle, sagt mir die Webstatistik meines Proviters, die ich mir von Zeit zu Zeit ansehe. Täusche ich mich, oder besteht tatsächlich bei den Modellbauern großes Interesse dafür, wie ich was mache. Neulich sagte mir ein Modellbauer am Telefon, es sei "beängstigend" was ich hier treibe. Guter Modellbau ist keine Hexerei, das kann fast jeder, wenn er nur etwas Ehrgeiz entwickelt und bereit ist, mit Maschinen zu "schaffen" - wie die Schwaben sagen. Und die "allgemeinen Regeln" (hier ganz unten) mal durchlesen, am besten ausdrucken und in die Werkstatt tackern.

Auf dieser Seite liste ich jene Bücher, welche ich als "Bauunterlagen" hauptsächlich benutze.

1. Lüfterhutzen an Deckshäusern des Zerstörers

2. Sechs große Lautsprecher

3. Zwei Sicherungskästen mit Kabelzuleitungen

4. Acht Viertel-Grätingstücke für die Scheinwerfer-Plattform

5. Zwei Persenning-Körbe für die Torpedozielgeräte

6. Zwei Bereitschaftskisten für Pyrotechnik

7. Sieben Munitionskisten für die 20-mm-OERLIKON-Flak´s Mk10

8. Kartentisch auf dem obersten Deck

9. Drei Schiffsglocken

10. Für die Werferstationen sechs Lager für Wasserbomben (I)

11. Lager für Wasserbomben (II)

12. Stempel für Wasserbomben

13. Lager für Wasserbomben (III)

14. Die Ladeübungsmaschine (Teil 1)

15. Zwei Nebelerzeuger (smoke screen generator) (Teil 1)

16. Sonstige Bauteile ohne ausführlichen Fotoreport

17. Zwei Nebelerzeuger (Teil 2)

18. Die Bug- und Heckklüsen

19. mehrere Positionslaternen

20. Helling-Bohrständer

21. Zwei Schutzbleche vor den Nebelerzeugern

22. Zwei Sockel für Ladedavits am Heck

23. Ladeübungsmaschine (Teil 2)

24. 127-mm-Patronen für Geschütze Mk30

25. Waffenwanne für drei Flak 20-mm-OERLIKON (Teil 1)

26. Waffenwanne für drei Flak 20-mm-OERLIKON (Teil 2)

27. Waffenwanne für drei Flak 20-mm-OERLIKON (Teil 3)

28. Montageluke am Heck

29. Neun Mannlöcher (Luken mit ovalem Querschnitt) (Teil 1)

30. Neun Mannlöcher (Teil 2)

31.  Deckshäuser Rohbauten (Teil 1)

32. Deckshäuser Rohbauten (Teil 2)

33. Deckshäuser Rohbauten (Teil 3)

34. Deckshäuser Rohbauten (Teil 4)

35. Mast (Rohbau)

36. Zwei Seitenschanzkleider (Teil 1)

37. Deckshäuser Rohbauten (Teil 5)

38. Eigenbau-Kniehebelpresse

39. Zwei Seitenschanzkleider (Teil 2)

40. Zwei 40-mm-Waffenwannen in der Schiffsmitte

41. Zwei 40-mm-Waffenwannen vor der Brücke

42. Windleitbleche am Brückenschanzkleid

43. Schnellfräskopf für meine Fräsmaschine

44. Zwei Flaggenstelle

45. Zwei Antennenschächte

46. Zwei 12-Zoll-Signal- und Suchscheinwerfer

47. Drei Treppen

48. Sechs Gefechtslichter

49. Vier Rettungsringe

50. div. Kästen

51. div. Lüfteröffnungen/-Rahmen

52. div. Rohrleitungen

53. mehrere Pilzkopflüfter

54. Schnellwechsel-Stahlhalter für meine Uhrmacherdrehmaschine

55. Muni-Lager in den Waffenwannen (Teil I)

56. Muni-Lager in den Waffenwannen (Teil II)

57. Luftschacht

58. Fertigbau der Hütte auf dem achteren Deckshaus

59. Vier Diesel-Einfülltrichter (Teil I)

60. Vier Diesel-Einfülltrichter (Teil II)

61. Reling (an Seite-Deck)

62. Verstiftung vom Obersupport WABECO D4000

63. 20-mm-Waffenwannen auf den Seitengängen

64. Vier Bootsdavits

65. Ausleger-Arm an Steuerbord Seite-Deck

66. Diverse Schotten für das gesamte Modell

67. Eine Anzahl Schaltergehäuse

68. Schnellwechsel-Stahlhalter für Drehmaschine WABECO D4000

69. Vier Fender

70. Windschutzbleche (Teil 1)

71. Windschutzbleche (Teil 2)

72. Diverse Trossenwinden (Teil 1)

73. Diverse Trossenwinden (Teil 2)

74. Diverse Trossenwinden (Teil 3)

75. Zwei Lastdavits

76. Entlüftungsventile

77. Vier Verletzten-Tragen

78. Rohrsatz-Plattform

79. Hinterer Torpedo-Ladekran (Teil 1)

80. Hinterer Torpedo-Ladekran (Teil 2)

81. Relingbau (Beispiel hinteres Deckshaus) (Teil 1)

82. Relingbau (Beispiel hinteres Deckshaus) (Teil 2)

83. Miniatur-Ketten

84. Nietenreihen an den Deckshäusern (neu, die unteren Fotos)

85. Gesandete Decksflächen (neu)

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Allgemeine Regeln für genaue Arbeit beim Bau von Modellteilen:

1.     1.  Gute Arbeit braucht Zeit, schauen Sie selten auf die Uhr.

      2.  Durchdenken Sie vor der Arbeit gründlich die Technologie der Teileherstellung. Denken Sie dabei auch an die Spannmöglichkeiten an Ihren Maschinen.

3.   3.  Vermeiden Sie weitgehend Handarbeit.

4.   4.  Überlegen Sie immer zuerst: was kann ich mit meinen Maschinen tun?

5.   5.  Bei Mehrfach- oder auch Massenteilen machen Sie stets einige mehr als tatsächlich gebraucht werden.

6.   6.  Wenn Sie eine gute Idee für eine Vorrichtung oder ein Zusatzgerät für Ihre Werkzeugmaschinen haben, schieben Sie diese Idee nicht unnötig lange „vor sich her“, bauen Sie die Sache – jetzt!

7.   7.  Verwenden Sie scharfe Metallbearbeitungs-Werkzeuge für die Endbearbeitung. Ältere Werkzeuge benutzen Sie für das Vorfräsen und -drehen.

8.   8.  Entfernen Sie Säge-, Fräs- und Drehbearbeitungsspuren.

9.   9.  Entfernen Sie vor jedem Messen sorgfältig Späne und Grat (Staubsauger).

    10.  Fertigen Sie sich, wann immer es notwendig erscheint, Vorrichtungen, Lehren, Schablonen und Formwerkzeuge. Scheuen Sie nicht diese "Umwege", es sind keine. Würde man mich nach den Ursachen für meine Erfolge beim Modellbau fragen, würde ich antworten: 40% geschickte Nutzung meiner Maschinen, 40% stets gute Ideen und nur 20% machen meine geschickten Hände aus...

    11.  Gutes Licht ist die Grundvoraussetzung für genaue Arbeit.

    12.  Machen Sie von vornherein alles so genau wie möglich, ungenau wird es meist von selbst!

    13.  Arbeiten Sie an der Dreh- und besonders an der Fräsmaschine nach Koordinaten und mit „justierten Skalen“.

    14.  Anstelle von CNC-Bearbeitung arbeiten Sie an Dreh- und Fräsmaschinen mit den Verfahren „gestuftes Drehen und gestuftes Fräsen“.

    15.  Vermeiden Sie den Verbau von Ätzteilen, suchen Sie nach anderen Herstellungsweisen, oft werden die Teile sogar schöner als lieblos und falsch „konstruierte“ Ätzteile.

    16.  Stellen Sie Teile, die man im Fertigungsvorgang wegen ihrer Kleinheit kaum spannen kann, „von der Stange“ her.

    17.  Bohrungen immer vorbohren.

    18.  Kreisrunde Bohrungen (in Bleche) erreicht man mit „neutral“ geschliffenen Bohrern, mit Bohrern mit Zentrumsschliff, mit Fingerfräsern oder auch mit Maschinenreibahlen.

    19.  Sie haben eine gut gepflegte Spitzpinzette, mit der Sie z.B. einen 0,2-mm-Draht von einer ebenen Fläche aufnehmen können.

    20.  Sie haben einen Dreikantschaber (an der Spitze einer Dreikant-Nadelfeile angeschliffen).

    21.  Fertigen Sie bei allen besonders komplizierten oder kleinen Teilen Vergrößerungszeichnungen im Maßstab 10:1 oder, falls nötig, auch 100:1 an.   

    22.  Vermeiden Sie immer Überdimensionierungen.

    23.  Detaillieren Sie durchgängig gleichmäßig, wieso soll eine Schott-Tür Vorreiber haben, wenn Sie andere Dinge am Schiff, die ähnlich groß sind, einfach weglassen?

    24.  Sichere Auflage für beide Hände, das Werkstück und das Werkzeug. "In der hohlen Hand" oder "in der Luft" kann man nicht ruhig und genau arbeiten.

    25.  Bereiten Sie komplizierte Arbeiten wie eine „Operation“ vor, alles ist in der Nähe, gutes Licht, Körperhaltung usw. Machen Sie zuvor „Trockenübungen“ z.B. noch ohne Klebstoff und Lötzinn.

    26.  Räumen Sie möglichst oft alles Werkzeug usw., das Sie im Moment nicht benötigen, vom Arbeitsplatz weg.

    27.  Löten Sie mit Lötwasser (Lötsäure) als Flußmittel. Kolophonium und Lötfett sind für unsere Zwecke nicht geeignet!

    28.  Waschen Sie nach dem Löten mit Säure alle Teile gründlich mit Spiritus oder Wasser.

    29.  Vermeiden Sie weitgehend Spachteln und Schleifen. Oft ist die Notwendigkeit dieser Arbeitsgänge nur das Ergebnis unsauberer Arbeit.

    30.  Verwenden Sie Halbzeuge mit bereits glatter Oberfläche, Sperrholz ist nur für die Rumpfspanten zu verwenden!

    31.  Machen Sie, auch bei einem Standmodell, massive Teile möglichst hohl.

    32.  Achten Sie auf gleiche Abstände, Parallelitäten, Rechte Winkel, Senkrechtstellungen, ebene Flächen und – ganz wichtig – scharfe Kanten. „Rundgelutschte“ Kanten, die eigentlich scharf sein sollen, machen einen sehr unschönen Eindruck.

    33.  Lassen Sie vor dem Spritzen keinen Grat an den Modellteilen. Entfernen Sie vor der Lackierung aber auch vor dem Kleben mit Sekundenkleber jedes Staubkorn mit Pinsel und Staubsauger.

    34.  Vermeiden Sie Pinselanstriche, spritzen Sie möglichst die Farbe.

    35.  Benutzen Sie für die Herstellung kleiner und komplizierter Teile eine Kopflupe. An dieser Stelle möchte ich auf eine "Lesebrille mit Lupe" aus dem Hause ESCHENBACH hinweisen, ich habe zwei davon in Betrieb. Sie bestellen diese sehr nützliche Seh-Hilfe unter der Best.-Nr. 38360 bei EUROtops ( www.eurotops.de ). Hier der Auszug aus dem Katalog von EUROtops: (Foto zum Vergrößern anklicken)

    36.  Bauen Sie bei einem Modell, dessen Bau sich u.U. über Jahre hinziehen kann, relativ einfache Teile zuerst, die komplizierten besser am Schluß, wenn Sie mehr Erfahrungen gesammelt haben.

    37.  Spezialisieren Sie sich auf einen bestimmten Maßstab, nur so bekommen Sie mit der Zeit ein Gespür für das jeweils Machbare.

    38.  Bauen Sie in möglichst großen Maßstäben, 1:100 und kleiner sind sehr ungünstige Maßstäbe, weil Sie ständig überlegen müssen, was wegzulassen ist. Bei großen Maßstäben (1:25, 1:20 usw.) müssen Sie alles bauen, was Sie z.B. auf Fotos sehen.

    39.  Bauen Sie nur das Modell, von dessen Original Sie die bestmöglichen Unterlagen haben (Modellpläne, Fotos usw.). Von den wenigsten Schiffen auf der Welt gibt es Modellpläne! Informieren Sie sich, welche Modellpläne überhaupt vorhanden sind und suchen Sie aus diesen aus, was Ihnen gefällt.

    40.  Bauen Sie nur ein Modell, dessen Original Ihnen richtig gut gefällt.

    41.  Spezialisieren Sie sich auf eine bestimmte Schiffsart und hier sogar auf eine bestimmte Schiffsklasse (z.B. Kampfschiffe und hier z.B. Minensucher).

    42.  Betrachten Sie jedes einzelne Detail als "ein Modell für sich".

    43.  Bauen Sie nach echten, gut gemachten Modellplänen von Modellplanautoren. "Zeichner", welche es nur schaffen, Werftpläne mehr oder weniger gut abzuzeichnen, sind nicht Ihre "Partner".

    44.  Legen Sie sich beim Bau eines Modells auf einen bestimmten Zeitraum mit seiner zugehörigen Farbgebung fest.

    45.  Bauen Sie nur Teile aus Holz, die am Modell auch als "Holz" zu sehen sind (Unlackierte Decks, Grätinge, Rundhölzer bei Segelschiffen usw.).

    46.  Verwenden Sie dazu nur sehr helle Holzarten mit feinster Maserung (z.B. Birnbaum) und beizen Sie diese auf die gewünschte Holzfarbe (z.B. Mahagoni).

4  47.  Arbeiten Sie bei schwierigen Dingen ruhig und überlegt, keine hektischen Bewegungen.

    48. Vor dem Einsatz von dünnflüssigem Sekundenkleber entstauben Sie die Modellteile und auch Ihre Hände gründlich (Staubsauger, weicher Pinsel). Für Verklebungen mit 2-K-Klebern (2-Komponenten-Kleber) rate ich zu den Produkten UHU sofortfest, UHU schnellfest und UHU endfest. Diese Massen werden zwar nie richtig hart. Dafür haben die beiden ersten Härtezeiten von nur wenigen Minuten. UHU endfest ist erst über Nacht ganz ausgehärtet. Man kann die Härtung mit Hitze beschleunigen (z.B. Glühlampe in der Nähe). Wollen Sie eine besonders haltbare 2-K-Klebung, die auch richtig hart wird und somit schleifbar, so verwenden Sie den Kleber "J-B WELD" von EUROtops ( www.eurotops.de ). Hier die Anzeige aus dem EUROtops-Katalog: Die beiden Tuben von je 142 Gramm enthalten eine schwarze und eine weiße Komponente (Verschlüsse nie verwechseln!). Sie müssen zu einer gleichmäßig grauen Masse verrührt werden. Auch dieser Kleber härtet über Nacht (angegebene Härtezeit: 24 Stunden). Gilt für Verklebungen: metallisch reine und fettfreie Flächen!

 

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